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  • Reis

    Reis

    Hunger ist eine Realität in Malawi. Die Menschen sind sehr arm. Pastor Shaba Killion hat auf einem Gelände hinter der Gemeinde schon 200 Bananenbäume gepflanzt. Und Guavenbäume. Aber das allein wird nicht reichen. Es ist nicht genug, um sich selbst zu versorgen und um nicht von Programmen der Regierung abzuhängen. Was also liegt näher, selbst Farmer zu werden und zum Beispiel Reis anzupflanzen?

    Als Shaba mir den Plan verrät, bin ich erst mal sprachlos. Aber es ist einfach nur logisch. Was braucht es? Ein Stück Land. 10 acres, 16 acres? Warum nicht 20 acres, also etwa 8 ha?

    Ok, Land. Sehr schön. Was dann? Das Land muss bearbeitet werden. 8 ha gräbt man nicht eben so um, also braucht es einen Traktor. So einen Traktor hat man nicht in der Garage stehen, aber man kann ihn leihen oder mieten.

    Die Arbeit ist schwer, aber man scheint auch Spaß dabei zu haben.

    Natürlich braucht ein Traktor Diesel. 🚜 Shaba braucht etwa 200 Liter Diesel. Diesel wird importiert, und ist daher teuer und knapp. Es gibt einen regulären Markt, also ⛽️ Tankstellen, und einen Schwarzmarkt. Die Menschen stehen schon mal einen oder zwei Tage an der Tankstelle und warten darauf, dass sie tanken können. Der reguläre, staatliche (?) Preis ist etwa 2 Euro pro Liter. Auf dem Schwarzmarkt zahlt man 3 Euro oder mehr. Angebot und Nachfrage.

    Der Traktor muss fahren, der Dieseltank muss gefüllt werden, also sende ich Geld per Remitly. Es ist einfach notwendig. Wenn das Projekt erfolgreich ist, kann es sich selbst tragen. Damit es erfolgreich ist, muss man investieren. Auch das eigentlich wieder nur kleines Geld. Und doch für einen Einzelnen, oder in dem Fall meine Familie doch nicht ganz ohne. Doch was kann ich tun?

    Natürlich muss man auch essen. Es gibt Msima mit Fisch.

    Das Feld wird beackert, das Land wird urbar gemacht, die Felder werden angelegt. Jede Parzelle ungefähr 10 mal 10 Meter groß. Ich bin kein Bauer, nur ein Hobbygärtner. Aber dass es viel Arbeit ist, weiß ich. Für ein Feld dieser Größe braucht man viele Arbeiter. Mir fällt das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg ein.

    Nun, da die Felder vorbereitet sind, muss Reis her. Shaba holt den Reis in einem großen Lager ab.Es sind 300 kg.

    Dann beginnt das Aussäen. Bei Reis, dachte ich immer, benötigt man viel Wasser. Aber Shaba und die Arbeiter streuen den Reis einfach in die Erde. Nicht, dass ich Shaba nicht zutrauen würde, er wisse, was er tue, aber ich frage ihn trotzdem, ob er Farmer gelernt hat. Er sagt, nein. Das hilft nicht, mich wirklich zu überzeugen. Andererseits ist er auf dem Land und da leben Bauern. Die machen das seit ewigen Zeiten. Wirklich?

    Nach wenigen Tagen sieht man tatsächlich, dass der Reis spriesst. Es hat inzwischen geregnet, was sicherlich für das Wachstum von Pflanzen hilfreich ist. Ich habe immer noch keine Ahnung, aber ich freue mich, wenn ich sehe, dass so viele Arbeiter auf den Feldern sind.

    Der Reis spriesst weiter und Shaba spricht davon, dass er jetzt umgepflanzt werden muss. Es gibt Felder, die näher am Fluss liegen und daher macht es auch für mich Sinn, die Reistriebe oder Sprossen in diese Feuchtgebiete umzusetzen. Das Bild stimmt jetzt für mich.

    Das ist eine Menge Arbeit. Die Pflanzentransplantation wird auch noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Etwa 20 Arbeiter (und ja, auch Arbeiterinnen) arbeiten auf den Feldern.

    Shaba sagt mir, dass das Pflanzen bis Mitte Januar beendet ist. Nun muss auch Unkraut ausgerissen werden. Das ist eine Menge Arbeit. Aber anders als in der industriellen Produktion, wo man mit Pestiziden und Chemiekeule arbeiten würde, ist das hier echte Handarbeit. Die Handarbeit der Arbeiter muss allerdings auch bezahlt werden. Ein Arbeiter verdient pro Tag etwa 2000 MWK, Malawi Kwacha. Der Kurs Malawi Kwacha, MWK zu Euro liegt bei ca 1:1000. Also verdient ein Arbeiter ca. 2 Euro am Tag.  Das hört sich nicht nur wenig an, das ist wenig. Es entspricht aber in Malawi der üblichen Bezahlung.

    20 Arbeiter kosten also 40 Euro am Tag. Je nach Wechselkurs auch etwas weniger. Ich schicke Shaba also immer wieder Geld, damit die Arbeiter zufrieden sind. Die Bezahlung muss zeitnah erfolgen, sonst können die Arbeiter ihre Familien nicht ernähren. Andererseits glaube ich auch, weil ich das von anderen Ländern des Südens gehört habe, wie etwa Südafrika, dass die Arbeitsmoral hier eine andere ist, als wir es in Europa gewohnt sind. Zu viel Geld könnte dazu führen, dass die Arbeiter nicht mehr kommen würden.

    Einerlei. Ich rechnete die Löhne hoch und kam auf 720.000 MWK. Ein weiterer Posten. Shaba fragte nicht nach Geld, aber ich tat es. Ich möchte, dass das Projekt erfolgreich ist. Das ist kein Ego-Ding. Und ich bin nicht in der Rolle des Wohltäters. Für mich ist es der Wille des Herrn. Für andere mag es komisch oder spooky klingen. Ich glaube daran, dass die Arbeit, die in Malawi geschieht, die Arbeit ist, die in christlichen Gemeinden und auch in “weltlichen” Gemeinden genau so gemacht werden muss.

    Shaba und wir sind über Jesus verbunden. Unsere Liebe zu Jesus, aber auch zu Israel hat einen geistlichen Ursprung. Wir bauen am Königreich Gottes. Aber selbst wenn die Arbeit, die hier geleistet wird, nur im Sinne der Gemeinschaft geleistet wird, ist es nicht weniger wertvoll. Es ist Nächstenliebe, wenn die Gemeindeleiter sich um sehr reale Dinge kümmern, wie den Hunger und andere Bedürfnisse.

    Shaba hat auch gesagt, dass er mit anderen Dorfgemeinden, den Ältesten darüber gesprochen hat, dass sie Genossenschaften gründen sollen, denn die Arbeit die einer leistet oder die viele leisten, kann einen Unterschied machen.

  • Telegram

    Telegram

    Pastor Shaba Killion und ich kommunzieren zumeist über Telegram. Ich habe eine Telegram Gruppe eingerichtet. Shaba schickt mir immer wieder Bilder oder Videos vom Fortschritt seiner Projekte.

    Shaba Killion ist aber auch auf Whatsapp. Vielleicht sollten wir auch eine Facebookgruppe haben?

    Der Link zur Telegramgruppe Malawi-Radio: https://t.me/+HeKyRPJkytw0Woo1

  • Rollstuhl

    Rollstuhl

    Während wir gespannt warteten, dass der FM-Transmitter durch den Zoll geht, besuchte Shaba Killion auch Dörfer in der Umgebung von Kasungu. Er war in einem Dorf und schickte mir per Telgram ein paar Fotos und ein Video von einer älteren Frau, die nicht mehr laufen kann.

    Ich entschied spontan, dass ich dieser Frau einen Rollstuhl senden würde. Ich fragte herum, wer einen Rollstuhl übrig hätte, wurde aber nicht fündig. Also schaute ich bei Ebay nach und fand einen Rollstuhl in Schramberg in Schwarzwald für 50 €.

    Nun musste ich den Versand klären, einen Karton organisieren und absenden. Schließlich hatte ich alles beisammen und schickte ihn mit DHL direkt nach Kasungu, zu Shaba Killion. Der Karton mit dem Rollstuhl, einer Spenden-Erklärung und Proforma-Rechnung kam auch ziemlich schnell in Malawi an. Er ging problemlos durch den Zoll. Dass es dann allerdings so ein Ding werden würde, hätte ich mir nicht träumen lassen.

    Ich weiß nicht genau wann, vielliecht ein oder zwei Tage später wurde der Rollstuhl in das Dorf der älteren Frau gebracht.

    Das ganze Dorf war da, der Dorfälteste oder Vorsteher. Sogar das Radio berichtete darüber, dass der Stuhl übergeben wird.

    Welch ein Freude. Ich fühlte mich weniger als Held des Tages sondern war beschämt. Der Rollstuhl kostete mich 50 Euro, der Versand 130 Euro. In einem Video, das ich nicht hochladen konnte, weil es zu groß ist, wird deutlich, dass es keine Rollstühle in Malawi gibt. Nicht in den Hospitalen, nicht in den Kirchen. Für uns ist das alles selbstverständlich (noch) und in Malawi gibt es Mangel. Nun möchte ich eine Ladung Rollstühle nach Malawi schicken. Hundert wären gut. Shaba sagte, dies würde einen Unterschied machen.

  • Malawi Radio

    Malawi Radio

    Im April 2021 erzählte mir Pastor Shaba Killion, dass er sich um eine Sende-Lizenz für eine Radio Station bemüht hatte und diese auch bekommen hat. Die Idee war klar: So könnte er seine Reichweite enorm vergrößern und auch gerade in ländlichen und abgelegenen Gegenden. Ich fand die Vorstellung, dass er einen christlichen Sender betreibt, oder zumindest einen Sender mit christlichen Inhalten sehr gut. Er fragte mich, ob ich mich in Deutschland nach einem leistungsstarken FM-Transmitter umschauen könne, da diese in Malawi noch um einiges teurer seien.

    Er schickte mir Fotos von Geräten, wie sie ihm empfohlen wurden. Allerdings waren diese um einiges teurer, als ich es mir leisten konnte. Also schaute ich im Internet bei Alibaba, das ist eine chinesische Plattform, ob es da nicht günstigere Transmitter gibt. Das Ergebnis war allerdings ebenfalls nicht sehr ermutigend. Was konnten Lisa und ich tatsächlich leisten? Wir sind nicht arm, aber wir haben mit unserer Immobilie immer noch eine Belastung, oder mit unseren Söhnen, und wir reisen sehr gerne. Das muss alles finanziert werden. Ich habe mich deshalb etwas weniger bemüht, weil ich mir das so nicht leisten konnte. Natürlich fand ich die Idee gut, natürlich wollte ich Shaba helfen. Ein wenig fehlte mir der Glaube, ich gebe es zu.

    Und doch wollte ich ihn nicht enttäuschen. So zog sich meine Suche nach einem FM-Transmitter in die Länge. Anfang 2022 kam der Transmitter aber wieder in mein Bewußtsein. Ich überlegte nun ernsthaft, wie ich es ermöglichen könnte. Meine Internetrecherche führten mich von Alibaba über Ebay schließlich zu Euro-Broadcast. Das ist ein Händler in Andorra. Ich nahm also Kontakt auf und suchte einen FM-Transmitter heraus, der zwar auch mein Budget überstieg, aber dennoch günstiger und so hatte ich wieder Hoffnung, dass ich andere Menschen von diesem Projekt überzeugen könnte und diese sich an Malawi-Radio beteiligen würden. Mein Freund war etwas skeptisch. Haben die in Afrika überhaupt Ahnung von der Technik? Es waren genau die Fragen, die ich ganz und gar nicht mag. Ich wusste, dass es mir aufs Herz gelegt wurde.

    Ende Juli 2022 wurde meine Suche schließlich final. Lisa gab mir ihr Ja-Wort, dass es OK sei, wenn wir den FM-Transmitter kaufen. Ich bekam von Shaba alle Details. Anfang August bestellte ich den Transmitter bei Euro-Broadcast. Nun war das Geld weg. Jetzt hieß es warten und beten. Schließlich hatte ich keine Erfahrung mit einem Online – Händler aus Andorra. Ich hatte keine Bestellbestätigung. War ich einfach nur naiv und dumm? Eine Woche später kam eine Nachricht, dass der Transmitter in einer Woche versendet wird. Shaba wartete nicht. Er hatte anderes zu tun. Er war nicht untätig in der Zwischenzeit. Er hatte mal eben 50000 Ziegel gebacken.

    Am 24. August bekam Shaba die Tracking Nummer von UPS. Mir fielen 1000000 Ziegel von den Schultern. Shaba scheint einfach seine Arbeit zu machen. Und ich wurde geprüft, wie groß mein Glaube ist. Am Ende war es ja nur Geld. Für Shaba jedoch ist es einfach die Arbeit, die getan werden muss. Don’t worry. Just pray. Ist es wirklich so einfach?

    Anfang September kam der Transmitter in Lilongwe an. Jetzt war er beim Zoll. Es waren weder eine Rechnung noch andere Dinge beigelegt. Einfach Shaba Killion, Christ For Nations Ministries, Kasungu. Das war jetzt ein Problem. Also musste ich eine Spendenerklärung schicken und eine Proforma-Rechnung. Aber es war nicht so einfach. Ein Zollbeamter akzeptierte die Spende für eine Kirche, ein anderer aber nicht. Zudem wollten sie Zollgebühren erheben. Regulär wären es 32% Zoll, aber man anerkannte den wohltätigen, nicht-kommerziellen Zweck und erhob nur ungefähr 14,5%. Ich überwies die Summe von 280€. Dass die Freigabe vom Zoll doch noch bis zum 31. Oktober dauerte ist mir jetzt viel klarer. Alle sprachen von Korruption und ob der nicht einfach verschwindet.Es hätte ja sein können, dass dies alles einen kriminellen Hintergrund hatte. Geldwäsche oder so etwas. Warum schickt ein Typ aus Deutschland einen FM-Transmitter aus Andorra nach Malawi? Mein Chef sagte, dies wäre ein Dreiecksgeschäft. Da aber ein kommerzieller Hintergrund fehlte und die Umstände keinesfalls verborgen waren, sondern für jemanden, der gutwillig ist, auch nachvollziehbar, wurde der Transmitter schließlich freigegeben.

    Der Sender ist angekommen. Nun können die Leute im Studio senden.

    The transmitter has arrived. Now people can broadcast in the studio.

    In der langen Zeit des Wartens, von August bis Oktiober kam es dann noch zu einem Rollstuhl-Projekt. Siehe Rollstuhl.

  • Flut

    Flut

    Malawi ist ein Land, das immer wieder von großen Überschwemmungen geplagt ist. Die Menschen un die Infrastruktur leiden darunter.
    Andererseits ist der Regen und der Wasserreichtum auch ein Segen, im Vergleich zu Gebieten, die von Dürre heimgesucht sind. Pastor Killion hat mir das letzte Mal ein paar Fotos geschickt.

    Dies sind Bilder von der letztengroßen Flut im Februar und März 2022.

  • Sand

    Sand

    Eines Tages redeten Pastor Killion und ich über seine Gemeinde und dass er an einem Gotteshaus baut. Er sagte mir, er plane auch eine Schule, ein Hospital und ein Kinderheim. Ich war sehr beeindruckt, wieder einmal. Wenn ich mein Leben betrachte, so versuche ich nicht gerade, einen Tempel zu bauen oder eine Schule oder was anderes. Jetzt, wo es mir gesundheitlich wieder gut ging, hatte ich nicht den Impuls, mich in etwas hinein zu stürzen. Jedoch konnte ich mir vorstellen, ihn und seine Gemeinde zu unterstützen, damit die Projekte, die er plante schneller realisiert werden können. Ich glaube an die Formel success feeds success. Wenn man mit etwas Erfolg hat, führt die positive Energie dazu, noch mehr Erfolge zu erreichen. Ich wollte ihm ein paar Euros überweisen und fragte an, wie das gemacht werden kann. Ich erfuhr, dass es in Afrika üblich ist, mit dem Handy zu bezahlen. Bankkonten sind eher selten. Darum gibtes in Afrika üblich ist, mit dem Handy zu bezahlen. Bankkonten sind eher selten. Darum gibt es in Afrika, in Asien oder in Südamerika oft diese Mikrokredite, die auf die Handies geschickt werden.

    Meine Versuche mit Western Union scheiterten. So kam ich zu Remitly und fand, dass dies recht einfach zu realisieren ist. Allerdings sind Überweisungen in bestimmte Länder mit Remitly limitiert. Das hat vielleicht damit zu tun, dass eine relativ kleine Euro – Summe in Malawi Währung den Faktor 1000 hat. Ich weiß es nicht. Jedenfalls schaffte ich es mein Geld zu ihm zu senden.

    Ein paar Tage später sah ich das Ergebnis meiner Spende und freute mich. In Malawi kauft man eben eine Ladung Sand und fertigt seine Ziegel selbst an. Ich höre in meinem Kopf immer wieder den Text aus einem Song: “We build this city on Rock’n Roll”. Das war im Oktober 2020, glaube ich. Ich beschloss, einen Freund zu fragen, ob er sich vorstellen könne, Pastor Killion und seine Gemeinde mit einem kleinen Betrag zu unterstützen und freute mich, dass diese Anfrage Gehör fand. Seit März 2021 unterstützen wir ihn mit einer kleinen Summe. Das Geld kommt seiner Arbeit zugute und nebenbei versorgt er bis zu 20 bedürftige Menschen.
    Gibt ihnen Arbeit.

  • Meine Story

    Meine Story

    Am Anfang war mein Kontakt zu Pastor Killion von Dankbarkeit geprägt. Er betete mit mir in der Christ Church in Jerusalem, wo er betete dass alle schlechten Dinge aus mir heraus kommen mögen. Tatsächlich wurde ich nur ein oder zwei Tage später krank. Ich hatte Fieber, mir ging es sehr schlecht. Es war kurz vor unserer Rückreise und ich war nicht sicher, ob ich es nach Hause schaffe. Ich habe mir keine Gedanken gemacht, was es war. Vielleicht ein zu scharfes Shawarma. Jedenfalls kam ich gerade so noch in den Flieger, kam in Deutschland an und sogar in Herrenberg. Dem Arzt erzählte ich, dass ich mir vielleicht den Magen verdorben hätte und wurde krank geschrieben. Es wurde allerdings nicht besser und vier Tage später ging ich dann ins Krankenhaus Herrenberg, wo eine Not-OP gemacht wurde. Ich hatte im Bauchraum eineinhalb Liter Eiter, der entfernt wurde. Damit war es aber nicht vorbei. Beim Ultraschall oder CT wurde eine Blindarmentzündung gefunden, und er musste entfernt werden. Am Tag vor der zweiten OP rief mich Pastor Killion an und erfuhr, was mit mir los ist. Er betete wieder für mich und für die Ärzte. Die OP ging über Stunden, mein ganzer Bauch musste von diesem Eiterzeugs gereinigt werden. Der Blinddarm wurde entfernt und kurz bevor mich der Chirurg zunähen wollte hörte er eine Stimme, “Schau noch mal nach” und tatsächlich fand er ein weiteres Stück des Blinddarms, dass sich versteckt hatte und entfernte es auch. Ein geteilter Blinddarm. nach der OP ging es mir schon einiges besser. Also erst mal eine Zigarette rauchen. Ich zündete mir eine Zigarette an: Es schmeckte wie Sch… Ich machte sie gleich wieder aus. Am nächsten Tag machte ich mir wieder eine an. Es passierte das Gleiche. Beim dritten Versuch erneut. Nun wusste ich, dass das dies ein Zeichen war. Ich habe immer geraucht. Mit ärgster Bronchitis, mit Grippe. Aber jetzt war es vorbei.